VITA

Wer bin ich ├╝berhaupt?

Um mich kurz vorzustellen, hier einige Informationen zu meiner Person:

Am 06.12.1985 erblickte ich in einem kleinen St├Ądtchen namens Lichtenstein/Sachsen die gro├če, aufregende und bunte Welt. Nach anf├Ąnglichen Schwierigkeiten lernte ich bereits mit drei Jahren das Schwimmen und mit vier Jahren klimperte ich auf dem gro├čen Keyboard meines Gro├čvaters herum. Immer auf der Suche nach Herausforderungen, verbunden mit viel Bl├Âdsinn, verhielt ich mich eher wie ein Junge, was meiner Mutter gar nicht gefiel. Aber die kleine Doreen ging ihren eigenen Weg und gab nichts auf die Meinung ihrer Eltern. Trotz vieler ung├╝nstiger Umst├Ąnde, welche ich hier nicht erw├Ąhnen werde, wich ich nicht von meinen Pfad ab. Meine Ausbildung zur Drehbuchautorin absolvierte ich an der ÔÇ×Skript Akademie an der DEKRA Hochschule f├╝r MedienÔÇť in Berlin. Ich habe mich auf das Schreiben von Drehb├╝chern aus den Bereichen Sozialdrama, Drama und Thriller spezialisiert.


Eine kleine Anekdote zur Einstimmung

Als ich etwa zw├Âlf Jahre alt war und meinen ersten Schulfreund hatte, nisteten wir uns im tiefsten Winter in einer alten Laube ein, die einem uns unbekannten Hausbesitzer geh├Ârte, und verbrachten dort einige Wochen. T├Ąglich trafen wir uns dort, ger├╝stet mit Essen und Trinken, und nutzten Kerzen, um auch im Dunkeln noch sehen zu k├Ânnen, und Zigaretten durften niemals fehlen.

>>>Zugegebenerma├čen, ich bin nicht immer stolz auf meine Kindheit, aber bekanntlich lernt der eine mehr, der andere weniger aus seinen Fehlern, und ich habe zum Gl├╝ck den ersten Weg genommen. Hierauf bin ich wiederum stolz. Aber zur├╝ck zu meiner eigentlichen Geschichte, zur├╝ck zur Laube.<<<

Es gab einen etwas gr├Â├čeren Spalt kurz unterhalb der Dachrinne und von dort aus gelangten wir in die H├╝tte hinein. Es war anstrengend, zumal wir uns erst einmal ├╝ber Klettern zu diesem Spalt hinauf k├Ąmpfen mussten, und im Winter bei Eis und Schnee war dies nicht immer einfach. Zudem hatte ich jede Sekunde Angst, dass irgendetwas passieren k├Ânnte, wenn wir uns auf diesem knirschenden und wackeligen Boden aus Holzbrettern aufhielten. Die ganze Sache war nicht ganz ungef├Ąhrlich, denn wir mussten aufpassen, dass uns niemand h├Ârt und der Besitzer uns nicht erwischt. Ein paar Wochen ging dies auch gut.

Mein damaliger Freund ├Ąrgerte mich immer und machte mir Angst, indem er gruselige Geschichten erz├Ąhlte und mich dann jedes Mal erschreckte. Was f├╝r ein Idiot, dachte ich mir. Ja, eine aufregende Zeit war das. Aber genau f├╝r so etwas war ich eben zu haben.

Doch dann, eines Tages, passierte es, was allerdings auch irgendwie vorauszusehen war, da es nicht ewig gut gehen konnte. Wie gew├Âhnlich trafen wir uns am fr├╝hen Abend. Es war gerade Sonnenuntergang und wir lagen im Heu, eingemummelt in einer warmen Wolldecke, und beobachteten mit unseren Kippen im Mund und umgeben von Rauchschwaden, die durch den Kerzenschein emporstiegen, den wundersch├Ânen, dunkelroten Sonnenuntergang. Wir k├╝ssten uns. Es war nahezu perfekt und diese Stille – einfach unglaublich sch├Ân!

Doch pl├Âtzlich knarzte es. Wir schauten uns mit ganz gro├čen Augen an. Ich bekam mehr Angst und begann zu Zittern. Mein Freund hielt mich in seinen Armen und machte mir Mut. Es knisterte immer mehr. Langsam┬áverfiel ich in Panik. Ich hatte schon so viel Mist gebaut, so dass meine Mutter gar kein Vertrauen mehr zu mir aufbauen konnte, wie auch? Aber noch mehr bef├╝rchtete ich, dass der Laubenbesitzer uns entdeckt und wir, diesbez├╝glich, eine Anzeige am Hals haben. Das Knarzen wurde mittlerweile immer lauter – ├╝ber uns, oder doch vielleicht unter uns? Wir wussten es nicht, denn das Ger├Ąusch kam einfach von ├╝berall her. Pl├Âtzlich sprang irgendetwas auf mich! Es war dunkel, denn w├Ąhrend meine Panik immer gr├Â├čer wurde, hatte ich die Kerzen schnell ausgemacht. Durch den Spalt kam nicht viel Licht herein, zumal es┬ábereits langsam d├Ąmmerte. Ich schrie auf, als ganz unerwartet etwas Pelziges auf mir sa├č! Im n├Ąchsten Moment verschwand es wieder und ich sah nur irgendetwas zum Spalt hinaus fl├╝chten. Ich wei├č bis heute nicht, was es war, aber ich vermutete einen Marder.

Jedenfalls schlug ich aus Angst mit meinen Armen wild um mich und nat├╝rlich, ganz ohne Absicht, traf ich dabei meinen Freund. Ich wunderte mich, warum es sich pl├Âtzlich so hart anf├╝hlte. Mir schmerzte der gesamte rechte Unterarm. Mit Krampf versuchte ich mein Feuerzeug anzubekommen, aber wie nach Murphys Gesetz ging dieses bl├Âde Teil einfach nicht an. Ich sprach immer wieder zu meinem Freund, aber er antwortete nicht.

Mein Herz raste wie wild, es f├╝hlte sich an, als w├╝rde es jeden Moment aus meiner Brust springen. Ich suchte sein Feuerzeug im Heu – vergebens. Und dann fiel ein Schrei, ÔÇ×Hey! Wer ist da? Wenn ich euch finde, gibt es gewaltigen ├ärger!ÔÇť Meine Haare str├Ąubten sich zu Berge. Was f├╝r ein kalter Schauer, der mir wirklich blitzartig vom Kopf bis zu den F├╝├čen herunter lief. Ich r├╝ttelte f├╝rchterlich an meinem Freund, doch er antwortete┬ánoch immer┬ánicht. Langsam bekam ich h├Âllische Angst.

Und dann, endlich, bewegte er sich und sagte ganz leise zu mir, ÔÇ×Was ist passiert? Hast du etwas gesagt? AhhhÔÇŽ Mir tut mein Kopf so weh.ÔÇť Erneut fiel ein Schrei, ÔÇ×Ey! Seid ihr taub? Los! Kommt endlich raus!ÔÇť┬áWir schauten uns mit gro├čen Augen an.┬áÔÇ×Schei├če, wir m├╝ssen hier weg!ÔÇť, sagte mein Freund zu mir, und ich sp├╝rte an seinen feuchten und zitternden H├Ąnden, wie auch er sich f├╝rchtete. Wir waren erst zw├Âlf, da kommt so etwas vor.

Ich verhielt mich so still, wie ich nur konnte, und sah durch den Spalt eine dunkle gro├če Gestalt unten im Garten auf- und abgehen. Als der Mann zur├╝ck in Richtung Haus lief, ergriffen wir die Initiative. So┬áger├Ąuscharm wir konnten, und es war nicht wirklich sehr leise, schlichen wir uns durch den Spalt. Doch pl├Âtzlich h├Ârte uns der Mann und rannte auf uns zu. Wir fl├╝chteten hoch auf das Dach und er schrie uns f├╝rchterlich nach. Pl├Âtzlich knipste im Nachbarshaus jemand das Licht an. Wir rannten wie von Bienen gestochen auf dem Dach zum Haus nebenan. Der Mann musste erst von seinem Grundst├╝ck ├╝ber die Hauptstra├če laufen, um auf das Nachbarsgrundst├╝ck zu gelangen.

Als wir das andere Ende des nebenstehenden Hauses erreichten, sahen wir einen kleinen Schuppen, der uns nach unten f├╝hrte. Wir flitzten von dem Grundst├╝ck und der gro├če Mann begegnete uns am Stra├čenrand. Zum Gl├╝ck kannte er uns nicht. Mit seiner linken Hand packte er mich am Arm, doch schnell riss ich mich voller Wucht los. Mein ganzer K├Ârper bebte. – Was f├╝r ein wahnsinniger Adrenalinsto├č in diesem kleinen K├Ârper das gewesen sein musste, unglaublich! Wir st├╝rmten einfach, so schnell unsere Beine uns trugen.

Zuhause angekommen, verabschiedete sich mein Freund von mir. Wir beschlossen, nie wieder zur der Laube zur├╝ckzukehren. Es war einfach zu gef├Ąhrlich. Aber es war ein spannendes und gruseliges Erlebnis.

Noch viele weitere solcher Abenteuer habe ich erlebt. Heute kann ich sagen, es war wenigstens nie langweilig. Doch auch viele unsch├Âne Erlebnisse pr├Ągten mich, denn die Welt ist ja bekanntlich nicht nur wei├č, aber eben auch nicht nur schwarz, sondern etwas gelb und gr├╝n sowie rot und blau, einfach kunterbunt!